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Harpstedt_50

Die Samtgemeinde Die Geschichte Harpstedts Ca. 4000 v. Chr. Das Gebiet der heutigen Samtgemeinde Harpstedt ist bereits besiedelt. Als Beweis dafür dienen die beiden neolithischen Großsteingräber in Reckum und weitere Funde wie z.B. zahlreiche Hügelgräber, zwei Sonnensteine (Findlinge mit konzentrischen Ringen um einen Punkt) und der Harpstedter Rauhtopf (ein fast schmuckloses Tongefäß aus der Eisenzeit). 800 n. Chr. Harpstedt wird von Bremen aus christianisiert und untersteht in geistlicher Hinsicht bis zum Ende des 15. Jahrhunderts den Bremer Erzbischöfen. 1203 Harpstedt erscheint das erste Mal urkundlich unter dem Namen „Harpenstede“. 1360 Bremer Erzbischöfe belehnen die Grafen von Hoya mit dem Schloss zu Harpstedt. 1396 Harpstedt erhält das eingeschränkte Stadtrecht. 15. – 17. Jahrhundert Harpstedt wurde als Pfand- und Tauschobjekt zwischen Landesherren getauscht und wechselte oft den Herrscher. 1458 – 1463 Graf Moritz regiert im Harpstedter Schloss. 1547 Graf Anton I. von Oldenburg und Delmenhorst erobert Harpstedt. 1667 Harpstedt kommt aufgrund alter Verträge nach Braunschweig-Lüneburg und später zum Kurfürstentum Hannover, dessen Herrscher von 1714 bis 1837 gleichzeitig Könige von Großbritannien waren. 1739 Eine Feuersbrunst zerstört den Flecken Harpstedt. Nur noch 25 von 114 Häusern existieren. Beim Wiederaufbau entstehen die heutigen, rechtwinklig zueinander verlaufenden Straßen. 1741 – 1744 Der Amtshof, heutiger Sitz der Samtgemeindeverwaltung, wird auf den Fundamenten des Schlosses errichtet, welches zuvor wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. 1753 Die evangelisch-lutherische Christuskirche wird geweiht. Bis 1859 Harpstedt ist Hauptort des gleichnamigen Amtes und entspricht schon fast genau der heutigen Samtgemeinde. Es lag allerdings abseits der großen Handelswege. 1848 Harpstedt erhält eine regelmäßige Postverbindung. 1912 Die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn wird in Betrieb genommen. 1939 – 1945 Harpstedt erleidet schwere Zerstörungen während des zweiten Weltkriegs, bietet danach aber für Vertriebene aus vielen Gebieten eine neue Heimat. 1961/62 Errichtung der katholischen Kirche. 1965 – 1974 Die heutige Samtgemeinde mit ihren acht selbstständigen Gemeinden bildet sich. 1. August 1977 Harpstedt wird im Zuge der Kreis- und Gebietsreform aus dem Landkreis Grafschaft Hoya ausgegliedert und gehört nun dem Landkreis Oldenburg, Regierungsbezirk Weser-Ems, an. 4


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